FAMILY TIME

Ich wollte schon immer Unternehmerin und Mami sein

August 11, 2017
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Für mich war schon immer klar, dass ich ein eigenes Unternehmen gründen möchte. Aber es war auch schon immer klar, dass ich unbedingt eine eigene Familie haben will. Und nicht nur einfach so, sondern richtig. Mit allem was dazu gehört. Das Schicksal führte meinen Mann und mich sehr jung zusammen. Wir lernten uns bereits im Studium kennen, er war 21, ich 20 Jahre jung. Heute sage ich jung, damals fanden wir uns natürlich schon super alt und erwachsen. Nach nur einem Jahr zogen wir zusammen und sind seither sehr glücklich. Sicher half auf diesem Weg, dass wir ähnliche Interessen haben, ehrgeizige Ziele verfolgen und einen gemeinsamen Lebensplan hatten. 2011 an Silvester verlobten wir uns, gefolgt von einer wunderbaren standesamtlichen Trauung in Hamburg in 2012 und einer richtig, richtig fetten Hochzeit in 2013. Richtig fett vor allem, weil all unsere Freunde da waren und unser lieber Freund Urs, Boxentürme bis in den Himmel gebaut hatte, wodurch eine unglaubliche Party möglich war, die wir erst morgens um 8.00 Uhr mehr als glücklich verließen. Wir wünschten uns Kinder und wollten auch nicht lange warten.

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Das große Glück unserer Elsa war uns dann im September 2015 beschert – unserer Tochter, die unser Leben seitdem bereichert und ohne die wir uns nichts mehr vorstellen können. Nun wieder schwanger zu sein und ein zweites Mädchen im November zu erwarten, darüber sind wir unendlich dankbar. Für mich hat sich die Frage nach dem „entweder…oder“, nach Job oder Kindern nie gestellt. Ich wollte beides. Auch hier bin ich wieder nach dem Prinzip „lösungsorientiertes Handeln“ vorgegangen. Ich hätte zwar gern eine längere Pause nach der Geburt gehabt, zudem sie nicht ganz einfach war, aber die Firma hat es damals einfach nicht zugelassen, so dass ich 3 Wochen später schon wieder am Schreibtisch saß. Zu behaupten, das alles wäre keine herausfordernde Zeit gewesen, wäre gelogen, aber ich hatte zum Glück die unglaubliche Unterstützung meiner Familie, die wochenweise angereist kamen, um uns zu unterstützen. Manchmal denke ich bei unseren Mädchen, dass sie wirklich robust sein müssen, in den Zeiten größten Stresses ausgetragen, im Sturm geboren. Aber ich bin glücklicherweise relativ pragmatisch und versuche immer dort zu sein, wo man mich am dringendsten braucht.

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Nach Elsas Geburt fiel uns eine Finanzierung aus und wir mussten schnellstmöglich eine Alternative sichern. Ich hatte die Wahl, das Unternehmen zu retten oder bei meiner Tochter zu sein, die bestens umsorgt war- ich habe mich für einen Mittelweg entschieden. Ich war in der Firma, aber auch immer einen halben Tag bei ihr. So konnte ich beiden gerecht werden und habe diese Entscheidung auch nie bereut. Ab dem dritten Lebensmonat hatten wir dann eine Kinderfrau. Für mich hat dieses Modell sehr gut funktioniert. Manche Male, an denen ich sie im Büro dabei hatte, in einer Telko festsaß und sie draußen schrie, weil keiner sie beruhigen konnte, brachen mir das Herz. Für mich war eine klare Trennung von vorneherein besser. Damit fahren wir jetzt seit fast zwei Jahren sehr gut.

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Seit Elsa ein Jahr alt ist, ist sie in der Kita, aber nur bis 14.00 Uhr, dann holt sie unsere Kinderfrau ab. Ich komme dann gegen 17.00 Uhr und habe noch Zeit mit Elsa zu spielen, ihr Abendessen zu kochen und sie ins Bett zu bringen. Im ersten Jahr war ich freitags gar nicht im Büro, um wirklich Zeit mir ihr verbringen zu können; das habe ich jetzt auf einen halben Tag reduziert, in dem ich sie dann um 14.00 Uhr aus der Kita abhole. Die Freitage sind mir heilig, da wir dort wirklich Zeit zusammen haben, schöne Dinge erleben und das genießen wir sehr. Für uns ist dieses Modell optimal. Mein wichtigstes Learning: Jeder Weg, den ihr geht, ist der richtige. Es gibt so viele unterschiedliche Modelle und keines ist besser oder schlechter als andere. Freundinnen von mir nehmen die Babies mit ins Büro, andere bleiben zu Hause – alles ist gut, was Euch gut tut. Ich habe für mich festgestellt, dass ich die Trennung zwischen beidem brauche. Ich kann dann 100% in der Firma oder eben auch 100% zu Hause sein – was nicht heißt, dass ich in der ein oder anderen Lage alles um mich herum vergesse. Ich checke Emails auf dem Spielplatz, freue mich über Bilder von Elsa, wenn sie aus der Kita abgeholt wurde. Hört in Euch herein und versucht das für Euch beste Modell zu finden.

Mit dem zweiten Baby überlegen wir jetzt doch ein Au Pair Mädchen bei uns einziehen zu lassen, aber das haben wir noch nicht entschieden. Ich halte Euch zur weiteren Entwicklung natürlich auf dem Laufenden.

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